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Hermigua

Das nordöstlich liegende Hermigua begeistert insbesondere durch die Nähe zum Nationalpark. Jahr für Jahr reisen viele Wanderer an, suchen hier eine Unterkunft und wollen sich an der Naturpracht des Garajonay-Parks erfreuen. Die Touristiker haben ihre Zielgruppe längst erkannt und das Angebot hieran angepasst. In der 2.000 Einwohner Gemeinde, die in einem sechs Kilometer langen Tal liegt, befinden sich keinerlei Luxus-Hotels. Stattdessen sind rustikale Bauernhäuser und idyllische Landhäuser zu finden, was dem typischen Wanderer sehr entgegenkommt. Überhaupt präsentiert sich diese Gegend völlig anders als der Rest von La Gomera. Während in den Touristenzentren diverse Cafes und Bars vorhanden sind, fällt das Angebot in Hermigua eher mangelhaft aus. Lediglich ein paar vereinzelte Lokale, wie zum Beispiel die Pizzeria Las Prismas mit einem wundervollen Ausblick aufs Meer, können hinsichtlich des gastronomischen Bereichs bestechen.

Bezüglich des Nachtlebens herrscht sogar totale Leere. Es wäre aber auch nicht sehr erfolgsversprechend gewesen, in Hermigua eine Discothek oder Nacht-Bar zu eröffnen. Die Touristen gehen hier lieber früh ins Bett, um sich schon am frühen Morgen an der Landschaft und an den Sehenswürdigkeiten zu erfreuen. Hinsichtlich des Letzterem ist speziell das Obertal eine Empfehlung, da hier die berühmte Iglesia de Santo Domingo zu finden ist. Diese ehemalige Klosterkirche wurde schon Anfang des 16. Jahrhunderts erbaut, im darauffolgenden Jahrhundert aber noch einmal erweitert. Wer sich auch im Inneren dieses Bauwerks umsehen und die zahlreichen Heiligenfiguren und den Holzaltar besichtigen möchte, sollte zur Sonntagsmesse erscheinen.

An den übrigen Tagen wäre wiederum ein Besuch im Los Telares zu empfehlen. Dieses Kunsthandwerks-Museum begeistert nicht nur durch die Ausstellungen und den Verkaufsraum, sondern auch durch die Tatsache, dass man den Frauen direkt beim Korbflechten und Sticken über die Schulter blicken darf.

Während das Obertal mit den genannten Attraktionen begeistert, stellt das Untertal den eigentlichen Ortskern von Hermigua dar. Das Leben spielt sich hier vorwiegend in der Nähe des Plaza de la Encarnacion ab, wo diverse Übernachtungsmöglichkeiten, Geschäfte und auch eine Apotheke zu finden ist. Durch die Nähe zur Küste wird verständlicherweise das Verlangen aufkommen, sich auch an den Strand zu begeben und sich dort in die Wellen zu stürzen. Dieser Wunsch bleibt aber zunächst unerfüllt, da am Playa de Hermigua gefährliche Strömungen herrschen und somit kein Baden zu empfehlen ist. Dafür ist aber ganz in der Nähe ein Meerwasser-Schwimmbecken zu finden, das ein ganzjähriges Badevergnügen ermöglicht. Und wer gegen einen 60minütigen Spaziergang nichts auszusetzen hat, kann sich auch an de Playa de la Caleta begeben. Dieser 180-Meter lange Sandstrand mit Top-Infrastruktur und Beach-Bar gilt als der schönste Strand der gesamten Nordküste.




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