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Las Palmas de Gran Canaria

In den meisten Reiseführern wird bei der Beschreibung von Las Palmas nicht mit positiven Attributen gegeizt. Fakt ist allerdings, dass es für den Besucher von Las Palmas unerlässlich ist, sich auf die Stadt vorzubereiten, da die Enttäuschung sonst vorprogrammiert ist, denn das wahre, wirklich spannende und vielfältige Gesicht der größten Stadt der kanarischen Inseln, liegt nicht unbedingt an der Oberfläche. In Las Palmas wohnen knapp 400.000 Menschen und damit rund die Hälfte der Einwohner Gran Canarias. Hier befinden sich auch alle wichtigen öffentlichen Organe. Außerdem ist die Stadt das wichtigste Handelszentrum der Kanaren und der wirtschaftliche Motor der Insel. Hier schlägt auch das kulturelle Herz der Insel; mit Oper, Theater, Ausstellungen, Museen und eine ganzer Reihe Festivals und Veranstaltungen kann sich Las Palmas sogar international durchaus sehen lassen. Auf den ersten Blick wirkt die Stadt chaotisch, laut und wenig einladend.

Hat man sich erstmal seinen Weg durch den dichten Verkehr gebahnt und es geschafft sein Fahrzeug irgendwo abzustellen, so merkt man schnell, dass Las Palmas keinen klar auszumachenden Stadtkern besitzt. Die Stadt besitzt nämlich verschiedene recht unterschiedliche Viertel mit jeweils eigenen Zentren.

Mit welcher "Strategie" man sich der Stadt nähert, hängt in erster Linie von dem eigenen Gusto und vor allen Dingen von der zur Verfügung stehenden Zeit ab, denn schließlich bietet Las Palmas genügend Stoff für einen eigenen Reiseführer. Um einen halbwegs repräsentativen Eindruck von Las Palmas zu erhalten, sollte man aber zumindest einen Tag einplanen.

Die wohl einfachste Möglichkeit sich in der Stadt fortzubewegen und möglichst viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten zu sehen, ist die Fahrt mit dem Guagua (sprich: Wuawua) Touristica, dem Touristenbus. Dieser oben offene Doppeldecker-Bus hat Haltestellen in der Nähe fast jeder wichtigen Sehenswürdigkeit und durchquert alle wesentlichen Stadtteile. Die zentralen, und für die meisten wohl am einfachsten zu findenden "Paradas de Guagua" (Haltestellen) sind am Parque San Telmo und Santa Catalina. Das Ticket gilt den ganzen Tag und man kann so oft ein- und aussteigen wie man möchte. Man sollte lediglich darauf achten, dass man nicht in einen Non-Stop Bus einsteigt, denn da die Busse kaum direkt an einer Sehenswürdigkeit anhalten können, bekommt man hier nur eine Fahrt durch die nicht gerade attraktiven Häuserschluchten geboten.

Wem nur sehr wenig Zeit zur Verfügung steht, sollte sich von der Aussichtsplattform der dreischiffigen Kathedrale Santa Ana, mit deren Bau bereits 1497 begonnen wurde, einen Überblick verschaffen, denn von hieraus hat man einen guten Rundumblick über einen Großteil des Stadtgebietes und besucht gleichzeitig das wohl wichtigste und bekannteste historische Gebäude der Insel. Zudem befindet sich hier auch die größte und dichteste Konzentration an Sehenswürdigkeiten, welche man wunderbar bei einem kleinen Spaziergang durch die alten Gassen besichtigen kann. Rund um die Kathedrale blickt man auf die historische Altstadt Vegueta, den ursprünglichen Stadtkern mit seinen historischen Gebäuden, welche zu den wichtigsten Baudenkmälern der Stadt gehören. Hier befinden sich in unmittelbarer Nähe der Kathedrale die "Casa de Colon", ein im ehemaligen Gouverneurssitz eingerichtetes, recht sehenswertes Museum, in welcher die Entdeckung der Neuen Welt dokumentiert wird und in dessen Gebäudekomplex sich auch die Geburtsstätte des weltbekannten Tenors Alfredo Krauss befindet. Unweit hiervon befindet sich der "Mercado de Vegueta", die im klassizistischen Stil erbauten Markthallen, welche, falls geöffnet, ein Muss für jeden Besucher darstellen, der einmal einen wirklich kanarischen Markt ohne Touristenkitsch erleben möchte. Zum Norden hin blickt man auf den größten Hafen Spaniens, der Puerto de la Luz, welcher schon seit 500 Jahren als Warenumschlagsplatz oder auch als Zwischenstopp für den transatlantischen Verkehr und Handel dient und die Landzunge "La Isleta", das ehemalige Armenviertel der Stadt. Spannend wie ungewöhnlich präsentiert sich der Blick nach Westen, auf die Stadtteile San Juan und San Antonio, die wie ein Berg kleiner, bunter Bauklötze, ohne jegliche Ordnung wirken.

Nur einige Fußminuten südlich der Kathedrale befindet sich das Museo Canario. Gegründet um das Geschichtsverständnis der Bevölkerung zu fördern, beherbergt es heute eine herausragende Sammlung archäologischer und ethnografischer Exponate mit dem Schwerpunkt auf die Geschichte und Kultur der Ureinwohner. Hier befinden sich auch die meisten auf der Insel gefundenen Mumien.

Ein weiteres Wahrzeichen und Pflichtprogrammpunkt ist ein Besuch des Canteras Strandes. Dieser feinsandige über 3 km Stadtstrand mit der lebhaften Strandpromenade wird häufig, nicht ganz zu Unrecht, als Copa Cabana Europas bezeichnet. Ein Gutteil des sozialen Lebens von Las Palmas findet hier am Strand oder in einem der zahlreichen Cafes und Restaurants statt.

Tipp:
Abends kann man hier einen wunderbaren Sonnenuntergang genießen. Mit etwas Glück ist die Nachbarinsel Teneriffa mit dem Teide zu sehen.

Strand Las Canteras - Las Palmas de Gran Canaria Strand Las Canteras - Las Palmas de Gran Canaria
Playa Las Canteras - Las Palmas


Karte und Satellitenansicht Las Palmas de Gran Canaria

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