Zum Anfang springen

San Andres

Das nordöstlich liegende San Andres galt einst als der Ort der Zuckerbarone. Der fruchtbare Boden und das viele Wasser eignete sich einfach für den Zucker-Anbau, der bis ins 17. Jahrhundert im großen Maße stattfand. Durch die karibische Konkurrenz brach dieser Landwirtschaftszweig zwar ein, doch die Häuser der Zuckerbarone erinnern heute noch an die legendäre Zeit.

Mittlerweile konzentriert sich die örtliche Landwirtschaft mehr auf den Bananen-Anbau. Eine Tatsache, die der Tourist schon bei der Anfahrt bemerken dürfte. Rundherum um die 307-Einwohner Ortschaft sind unzählige Bananenplantagen zu finden, die gewisserweise ein karibisches Flair verbreiten. Direkt hinter diesen Feldern befindet sich die Küste, wodurch ein besonders schöner Ausblick geboten ist. Umso bedauerlicher, dass hier im Norden kein richtiges Strandleben stattfindet. Weit und breit ist kein einziger Badestrand zu finden, an dem sich die Touristen dem üblichen Vergnügen hingeben können. Dies mag erst einmal sehr unattraktiv erscheinen, stellt letztendlich aber überhaupt keine Einschränkung dar. Schließlich wurde auf dieses Defizit längst reagiert, indem ein Meerwasserschwimmbecken errichtet wurde. Das Charco Azul, so der offizielle Name, ist nicht weit vom Ortszentrum entfernt und über eine idyllische Promenade zu erreichen. Während man an der Küste noch die hohen Wellen brechen sieht, ist im Schwimmbecken ein ungefährliches Badevergnügen möglich. Darüber hinaus sind mehr als genügend Liegeflächen vorhanden, sodass man kaum noch einen Unterschied zum üblichen Strandleben bemerken wird.

Nach Beendigung des Badevergnügens begibt man sich dann wieder in das Ortszentrum und schlendert durch die Straßen. Dabei ist auch schnell zu verstehen, weshalb San Andres zu den schönsten Ortschaften von La Palma gezählt wird. Sieht man einmal von den bereits erwähnten Häusern der früheren Zuckerbarone ab, weiß insbesondere die Iglesia de San Andres zu gefallen. Eine Kirche, die Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet wurde und insbesondere im Inneren eine optische Pracht darstellt. Speziell der goldene Hochaltar und die geschnitzte Figur des heiligen Andreas ist als ein wahres Schmuckstück anzusehen.

Ob diese Attraktionen ausreichen, um San Andres als Feriendomizil zu erwählen, bleibt letztendlich jedem Touristen selber überlassen. Wer eine große Vielfalt an Freizeitangeboten erwartet, dürfte hier nicht sonderlich gut aufgehoben sein. Legt man das Hauptaugenmerk jedoch eher auf eine idyllische Atmosphäre, stellt San Andres das absolute Highlight von La Palma dar.




Anzeige











Seitenanfang