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San Sebastian

Das östlich liegende San Sebastian stellt nicht unbedingt eine typische Hauptstadt dar. Mit den 4.500 Einwohnern und der ruhigen Idylle erscheint alles eher wie eine geruhsame Ortschaft. Hiervon können sich Tag für Tag viele Touristen überzeugen, die mit der Fähre am Hafen anlegen und sich von hieraus auf den Weg zu ihr Feriendomizil machen.

Auf dem ersten Blick mag es sogar verständlich sein, dass viele Urlauber San Sebastian nur als eine Durchlaufstelle ansehen. Mit den einfachen weißen Häuschen in einer windgeschützten Bucht erscheint die Hauptstadt zwar ganz schick, aber keinesfalls außergewöhnlich. Erst wenn man hinter die Fassade blickt, ist die Einzigartigkeit von San Sebastian zu entdecken.

Der geschichtliche Aspekt dieser Stadt spielt dabei stets eine gravierende Rolle. Im Jahre 1492 legte Christoph Kolumbus hier an, um sich mit Proviant zu versorgen und somit auf die Ausfahrt nach Indien vorzubereiten, was letztendlich zur Entdeckung Amerikas führte. Beim Zurückdenken an diese legendäre Geschichte empfinden die Einheimischen auch heute noch einen gewissen Stolz. Einen Stolz, der das gesamte Stadtbild geprägt hat. Nicht umsonst wird San Sebastian gerne als Villa de Colon (deutsch: Stadt des Columbus) bezeichnet. Fast an jeder Straßenecke findet man Andenken an den Entdecker Amerikas vor. Das Einzige was noch fehlt ist eine Nachbildung des Segelschiffs. Dies war zwar geplant, konnte aber letztendlich nicht finanziert werden. Aufgrund der sonstigen Andenken fällt dieses Defizit jedoch kaum ins Gewicht.

Bei der Geschichtsträchtigkeit dieser Hauptstadt mag eventuell der Gedanke aufkommen, San Sebastian wäre lediglich für Hobby-Historiker interessant. Dass dies nicht der Wahrheit entspricht, ist spätestens bei einem Besuch des Plazza de la Americas festzustellen. Die Top-Anlaufstelle für Touristen erscheint durch die umstehenden Palmen äußerst idyllisch und bietet dazu eine Vielzahl wunderschöner Straßencafes. Am Mittwoch und Samstag sollte man sich von hieraus Richtung Norden begeben, um auf den Plazza de la Constitucion zu gelangen. Auf dem dort stattfindenden Markt werden zahlreiche inseltypische Produkte angeboten, was die Erzeugnisse des Kunsthandwerks mit einschließt. Nach einem kleinen Einkaufsbummel begibt man sich dann schließlich auf die Calle del Medito (königliche Straße), wo eine Vielzahl historischer Gebäude zu finden sind. Für weitere Besichtigungen empfiehlt sich der Grafenturm, die Anna-Kapelle und die städtische Kirche.

Aufgrund des warmen Klimas wird aller Wahrscheinlichkeit nach das Verlangen aufkommen, sich nach Beendigung der Besichtigungen noch einmal an den Strand zu begeben. Um diesen Wunsch erfüllen zu können, wurde in der Nähe des Fährhafens ein künstlicher Strand angelegt. Der dunkle 200-Meter lange Playa ist zwar nicht unbedingt mit der Küstenpracht manch anderer kanarischen Inseln zu vergleichen, ermöglicht aber dennoch einen netten Strandaufenthalt.




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