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Santa María de Guía

Ähnlich wie seine Nachbargemeinden im Norden der Insel ist auch Santa Maria de Guia (meist nur Guia genannt) durch seine zerklüftete, raue Küste und das natürliche und ursprüngliche Hinterland geprägt. Allerdings noch viel stärker als in den angrenzenden Municipios haben die vulkanischen Eruptionen und Lavaströme, sowie die anschließende Erosion durch die starke Brandung, über Jahrtausende eine beeindruckende Steilküste geschaffen. Während der Küstenstreifen eher trocken ist, befinden sich im bergigen Inneren der Gemeinde grüne Landschaften, welche alle als Naturräume hohen ökologischen Wertes eingestuft wurden und seitdem unter Naturschutz stehen. Die bekanntesten gemeindeübergreifenden Schutzgebiete sind der Landschaftspark Doramas sowie das Naturmonument Montanón Negro, dem jüngsten Vulkan der Insel.

Das Naturreservat Brezal beherbergt noch eine ganze Reihe der Pflanzenarten, wie Lorbeer oder die kanarische Stechpalme, welche in prähispanischer Zeit noch im gesamten Inselnorden beheimatet waren, heute aber fast nur noch in den verschiedenen Naturreservaten zu finden sind..

Der alte Ortskern der Stadt Guia, mit seinen vielen historischen Gebäuden steht seit 1982 unter Denkmalschutz. Hier sind vor allen Dingen die alte Pfarrkirche mit ihrer klassizistischen Fassade, und ihrer wertvollen Kirchenkunst, sowie die aus dem 17.Jahrhundert stammende Casa de Quintana, hervorzuheben.

Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit der Gemeinde und das wohl spektakulärste Überbleibsel der Altkanarier ist der "Cenobio de Valerón". Ein in die steile Felswand gehauenes System von rund 300 Höhlen, welche in der Zeit vor der Besiedelung durch die Spanier der Urbevölkerung als Wohnraum und Lebensmittelspeicher diente. Das "Cenobio de Valeron" gehört mit Sicherheit zum touristischen Pflichtprogramm eines Besuches im Inselnorden. Hervorzuheben ist auch, dass hier, ganz im Gegensatz zu vielen anderen archäologischen Fundstätten, auf die Bedürfnisse der Besucher Rücksicht genommen wurde. So stehen Parkplätze zur Verfügung und der sich steil in Kehren nach oben windende Weg wurde befestigt und gesichert. Entlang des Weges findet man Bänke für Verschnaufpausen, von wo aus man die wunderbare Aussicht auf einen Teil des Inselnordens bis nach Las Palmas hin genießen kann. Sowieso sollte man sich mit dem Weg ein wenig Zeit nehmen, denn entlang des Wegesrandes werden auf Schildern und Schaukästen die Entstehung dieser Anlage sowie Leben und Alltag der Urbevölkerung hier in Norden der Insel dokumentiert. Oberhalb der Anlage befindet sich ein Versammlungsplatz, vielleicht auch Gerichtsort, mit drei in den Stein gehauenen Thronen, der Tagoror de Gallego.

Eine Spezialität der Gemeinde, welcher man in den Kühlregalen der meisten Supermärkte begegnet, ist der "Queso de Flor", der Blumenkäse. Normalerweise erfolgt die Milchgerinnung bei der Käseherstellung durch die Zugabe des Enzyms Lab( bei Frischkäse durch Lab und Milchsäurebakterien). Die weltweit einzige Ausnahme bildet der Queso de Flor; hier geschieht das so genannte "Dicklegen" mit Hilfe des Saftes einer mit der Artischocke verwandten Distelart. Die Lagerung erfolgt in Schilfgestellen in trockenen Höhlen. Käsefreunde sollten diesen Käse unbedingt einmal probieren, denn er ist außerhalb der Kanaren so gut wie gar nicht erhältlich.




Karte und Satellitenansicht Santa María de Guía

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